Skip to main content
Freitag, 29. März
18:30

Creating Sexpositive Spaces

„Die schwierigste Zeit in unserem Leben ist die beste Gelegenheit, innere Stärke zu entwickeln.“
Dalai Lama

Die Schwelle Wien gilt als erster sexpositiver Club Österreichs. Gerne blicke ich als Gründer und Betreiber auf die letzten 10 Jahre der intensiven Aufbauarbeit mit all ihren Höhen und Tiefen zurück.

Seit 2012 leistete ich zusammen mit meinem engagierten Team Pionierarbeit für die heimische Szene. Über die Jahre hat die Schwelle Wien wesentlich zur gesellschaftlichen Akzeptanz von gelebter freier Sexualität in all ihren Facetten beigetragen. Wir können stolz sein auf das, was wir gemeinsam erreicht haben. Doch ich möchte auch die weniger guten Erfahrungen und Schwierigkeiten nicht aussparen oder missen.

In meinem Vortrag spreche ich über meinen persönlichen Entwicklungsprozess, während ich die Verantwortung übernahm, einen sexpositiven Raum zu schaffen und zu gestalten. Im Zuge der vielen Phasen der kontinuierlichen Konzeptweiterentwicklung, musste ich mich mit unzähligen persönlichen Traumata konfrontieren und diese nach und nach bearbeiten und auflösen. Das war für mich der entscheidende Schlüssel zum Erfolg.

Ich gebe auch Einblicke wie man ein sicheres Umfeld für Besucher*innen schafft, aber auch mit welchen gesellschaftlichen, betriebswirtschaftlichen und auch menschlichen Herausforderungen man bei einem kommerziellen Betrieb konfrontiert ist.

Hingabe, Mut, Akzeptanz und viele engagierte Helfer*innen haben mich dabei unterstützt schwierigen Zeiten erfolgreich zu meistern.

Ich lernte, dass es sich lohnt, um Hilfe zu bitten, den Mut zu haben womöglich scheitern zu können und nach Misserfolgen immer wieder aufzustehen. Ich verstand, dass wir Kindheitserfahrungen aufarbeiten können, bis die Lebensfreude unsere ständige Begleiterin wird.

„Mein Ziel ist es, sichere Orte und Diskurse für eine starke aufgeschlossene Gemeinschaft zu schaffen. Ich betone die Unterstützung aller, die ethische nicht-monogame Beziehungen mit oder ohne einen sexpositiven Lebensstil führen möchten. Darüber hinaus setzen wir mit unseren Veranstaltungen den öffentlichen Diskurs über Polyamorie und Sexpositivismus nachhaltig fort.“

Inhaltswarnung: komplexe post-traumatische Belastungsstörung, Erwähnung körperlicher, persönlicher und sexualisierter Gewalt, Suizid und Diskriminierung.